Projekt

Wie in vielen Gewerbegebieten der 60er und 70er Jahre war auch in Garching-Hochbrück zu Beginn keine eigene Infrastruktur für den Radverkehr vorgesehen. Diese nachträglich zu integrieren, ist eine große Herausforderung, die in diesem Modellprojekt bewältigt werden soll.

Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Verbesserung des Radroutennetzes durch optimierte Routenführung und neue Radwegeverbindung
  • Ergänzende Serviceangebote (Radstation, Umkleiden, neue Zugänge für Radfahrende, Lademöglichkeiten für Pedelecs etc.)
  • Aufbau eines Fahrradverleihsystems für die letzte Meile von der U-Bahn und für Dienstwege

Neben der Stadt Garching sind der Betreiber des Business Campus, an dem derzeit über 5.000 Menschen arbeiten, sowie die Voith Composites GmbH in das Projekt eingebunden.

Teilprojekte

1

Optimierung der Radwege­situation entlang der B471​

Optimierung der Radwege­situation entlang der B471

Bisher gibt es entlang der B471 in Garching-Hochbrück keine attraktive durchgehende Verbindung für den Radverkehr. Diese soll im Rahmen des Projektes entwickelt werden. Zentrale Maßnahmen sind die Schaffung von Schutzstreifen an den Parallelwegen zur B471 sowie die fahrradfreundliche Gestaltung der Kreuzungen mit der Lilienthalstraße und der B13.

2

Radwege­verbindungen Hochbrück Nord​

Radwege­verbindungen Hochbrück Nord

Im nördlichen Teil des Gewerbegebietes sind in vielen Bereichen keine eigenen Radverkehrsanlagen möglich. Auf den Straßen sind viele Lastwagen unterwegs, daher werden abseits der Straßen durch den Ausbau von Feldwegen und neue Verbindungen Umgehungsmöglichkeiten geschaffen.

3

Verbindung Business Campus – Forschungs­zentrum​

Verbindung Business Campus – Forschungs­zentrum

Einige Institutionen sind sowohl am Business Campus in Garching-Hochbrück, als auch am Forschungszentrum im Garchinger Norden vertreten. Die Distanz lässt sich problemlos mit dem Fahrrad zurücklegen, daher wurde die Straße am Garchinger See vorbei zur Fahrradstraße umgewidmet.

4

Fahrradweg Dietersheim​

Fahrradweg Dietersheim

Ebenfalls für die Verbindung zum Forschungszentrum von hoher Bedeutung ist die Kreuzung der St2350 mit der Ludwig-Prandtl-Straße. Bisher müssen Radfahrer*innen, die von Norden kommen, einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen. Durch die Umgestaltung der Kreuzung ist nun eine direkte und sichere Querung möglich.

5

Radweg Dirnismaning Richtung München

Die zentrale Verbindung von Garching aus in Richtung München verläuft entlang der St2350 durch den Ortsteil Dirnsimaning. Dort sind bisher keine eigenen Radverkehrsanlagen verfügbar, daher werden hier Schutzstreifen installiert. Südlich des Ortes wird auf der Westseite ein Radweg in Richtung Süden fortgesetzt und an das Radroutennetz der Landeshauptstadt München angeschlossen.

6

Beschilderung der Radwege­verbindungen

Die neuen Radverkehrsanlagen werden durchgehend beschildert, sodass ein einheitliches Wegweisungssystem entsteht.

7

Fahrrad­verleih­system Garching-Hochbrück​

Fahrrad­vermiet­system Garching-Hochbrück

Das Gewerbegebiet Garching-Hochbrück ist im Osten durch die U-Bahn ideal an den ÖPNV angeschlossen. Für die „letzte Meile“ in die westlichen Bereiche des Gewerbegebietes wird im Rahmen des Projektes ein Fahrradvermietsystem aufgebaut. Die Stationen sind Teil des Verleihsystems des Landkreises München, sodass auch Fahrten im Umfeld möglich sind.

8

Radstation Business Campus​

Radstation Business Campus

Im Business Campus Garching arbeiten derzeit mehr als 5.000 Personen. Um mehr Mitarbeiter*innen zur Nutzung des Fahrrads bzw. Pedelecs für den Weg zur Arbeit zu motivieren, wird eine Fahrradinfrastruktur errichtet, die u.a. sichere Abstellanlagen, Umkleidemöglichkeiten und Duschen, Spinde sowie zwei MVG-Fahrradverleihstationen bietet.

10

Fahrrad­förderung Firma Voith​

Fahrrad­förderung Firma Voith

Die Voith Composites GmbH verbessert im Rahmen von bike2business die Rahmenbedingungen für den Radverkehr auf ihrem Werksgelände. Vorgesehen sind ein zusätzlicher Zugang für Radfahrer*innen, Schließfächer für die bereits vorhandenen Umkleidemöglichkeiten und Lademöglichkeiten für Pedelecs.

Über das Förderprogramm „Klimaschutz durch Radverkehr“

Das Förderprogramm „Klimaschutz durch Radverkehr“ ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative. Das Ziel ist die Umsetzung modellhafter Projekte zur Förderung des Radverkehrs, die zu einer Minderung der Treibhausgasemissionen beitragen.

Weitere Informationen: www.klimaschutz.de/radverkehr